Das Leben in St. Thomas in Kanada geht seinen Gang. Vorletztes Wochenende hat es so heftig geschneit, wie schon seit 10 Jahren nicht mehr (laut den Einheimischen). Zudem sind die Temperaturen eher arktisch, bis zu -23°C. Da braucht es schon warme Kleidung um sich draußen aufzuhalten. Meine Internet- Spanischlehrerin aus Ecuador beklagte sich über niedrige Temperaturen in Quito (+17°C). Sie war regelrecht geschockt als ich ihr die Temperatur hier mitteilte. Die Lehrerin habe ich gerade erst neu gefunden, nachdem der ehemalige argentinische Spanischlehrer nach meiner Tumor OP scheinbar keine Lust mehr auf weitere Stunden hatte. Über die Lehrerin bin ich gestolpert, weil sie in ihrem Lebenslauf auf englisch angab: „Tommy Hilfinger Sails experience“. Das bedeutet übersetzt „Segelerfahrung“, sie meinte aber wohl „Sales Experience“= Verkaufserfahrung. Zugegebenermaßen klingt das in Englisch in etwa gleich. Sie war sehr dankbar, dass ich sie auf diesen Umstand hinwies. In der ersten Stunde sprach sie über ihren „perro salchicha“, wobei ich an eine Hundewurst dachte, erfuhr dann aber, daß das die spanische Bezeichnung für einen Dackel ist.

Auch in der wöchentlichen Computerstunde in der örtlichen Bibliothek mußte ich diese Woche schmunzeln: der Leiter der Gruppe erklärte, dass man wegen Spaming sehr vorsichtig sein sollte und die Links in Emails durch das „Drüberschweben“ mit der Maus genau abchecken sollte. Als ich einwarf, dass man auch auf ä,ö und ü (auf Englisch: Umlaut a,…) in den Domainnamen aufpassen muss, fragten doch tatsächlich Teilnehmer was das denn wäre, diese Umlaute gibt es in Englisch halt nicht. Der Leiter war jedoch sehr dankbar für meinen Einwurf.

In diesem Zusammenhang erfuhr ich diese Woche leider auch, dass ich Opfer eines Datendiebstahls geworden bin. Bei einem Internetreisebüro, wo ich letztes Jahr ein Ticket gekauft habe, sind meine Daten gestohlen worden, inkl. Passdaten und Kreditkarteninformationen. Das erklärt, dass mir letztes Jahr schon auffiel, dass zwei von mir nicht getätigte Einkäufe im Internet wohl mit meiner Kreditkarteninformation bezahlt wurden, einmal 1300 Euro von einer amerikanischen Firma und einmal 55 Euro von einer polnischen Firma, die Rauchwaren vertreibt. Die 1300 Euro habe ich prompt erstattet bekommen, hinter den 55 Euro renne ich noch hinterher. Die Kreditkarte habe ich natürlich gleich sperren lassen und zunächst wurden mir die 55 Euro auch von der Bank erstattet, dann aber nochmals von der polnischen Firma von der gesperrten Kreditkarte abgebucht. Ich bin gespannt, wie dieses Ereignis final ausgeht. Vor einigen Jahren wurden mir in Mexiko schon einmal 650 Euro fälschlich von einer anderen Kreditkarte abgebucht, die ich nicht wieder ersetzt bekam. Natürlich habe ich die Geschäftsbeziehung mit dieser Bank danach abgebrochen.