Vor einigen Wochen hatte ich im Anschluß an meine Tumoroperation vom letzten Oktober ein neues MRT vom Kopf machen lassen und die Auswertung ergab, dass entgegen der Aussage der operierenden Ärzte in Freiburg wohl doch nicht der ganze Tumor entfernt, sondern noch Reste, die anscheinend zu nahe an einer Vene lagen, dringelassen. Kommentar eines deutschen befreundeten Arztes: ansonsten wärst du vielleicht im Rollstuhl gelandet. Wahrscheinlich wächst der Tumor weiter, zum Glück wohl langsam, sodass ich mich auf eine neue Operation in ein paar Jahren freuen darf. Alternativ gibt es das „Gamma Knife“ eine neuartige hochdosierte Strahlentherapie, die 10tel Millimeter genau Tumorreste zerstören kann. Da muss ich mich mal weiter informieren. Ansonsten geht es mir zum Glück gut, keine Schmerzen,… nur andauernde Vergesslichkeit.
Der Winter hier in Kanada ist einer nasskalten Übergangszeit gewichen. Mal sind es +15 Grad, den nächsten Tag wieder -15 Grad. Ich freue mich schon auf den Frühling. Leider ist es auch total windig, i.e. diesen Text schreibe ich bei einem Stromausfall, die meisten Stromleitunge in Kanada sind oberirdisch. Zudem hat der Wind unseren Gartenzaun zum Nachbarn umgelegt (Bild oben). Die Holzpfosten waren einfach eingegraben worden und sind natürlich unten abgefault. So nett unsere Nachbarn sind, die Reparatur schieben sie auf uns. Auf den Frühling bin ich jedenfalls vorbereitet, das Fahrrad ist fertig zum loslegen, einmal konnte ich es schon benutzen, das wird meinen Aktionsradius auch ohne Auto erweitern.
Apropos Auto: kürzlich sind wir mit dem Auto unseres Sohnes übers Wochenende nach Toronto gefahren um Freunde zu besuchen. Dort wurden wir mit einem exzellenten Srilankesischen Essen (Bild oben) überrascht. Die Dame hatte etwa 5 verschiedene Gerichte vorbereitet und muss den ganzen Tag in der Küche verbracht haben. Alles war sehr lecker, vor allem die Fischbällchen als Vorspeise. Wir hatten viele interessante Gespräche und als wir Sonntag Nachmittag zurückfahren wollten, startete das Auto nicht. Zum Glück ist unser Sohn Mitglied beim CAA (das kanadische ADAC Analog). Die schickten zunächst einen Herrn vorbei, der sich am Auto versuchte ohne es starten zu können. Die Motorhaube öffnete er nicht. Er beschloss, dass das Auto abgeschleppt werden müsste. Wir ließen es in die Standardwerkstatt unseres Sohnes in St. Thomas bringen. Die war 225km entfernt, die ersten 200 km waren kostenlos, für die letzten 25 km mussten wir $4 pro km, also $100 zahlen. Von der Werkstatt wurden wir von unserem Sohn im Zweitwagen nach Hause gebracht. Es dauerte 2 Tage bis wir die Nachricht bekamen, was dem Auto fehlte: der Kontakt zum Radiatorgebläse war korrodiert, das Ersatzteil kostete $1, aber da die Fehlersuche einige Zeit dauerte, waren die Gesamtkosten über $300. Es gibt Schlimmeres.
Auf einem der Bilder oben sieht man eine der Hauptstraßen, die aus St. Thomas herausführen. Unser Sohn wohnt unten im Tal links und wir auf der anderen Seite links auf dem Berg.




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